Neustädter, Johann Albert 
Geboren:  12. Juli 1821 in Trier in der Vorstadt St. Paulin
Gestorben: 
In Deutschland: Sein Vater Johann Neustädter stammte aus Neustadt und war Feuerwerker. Seine Mutter Margarethe Zock kam aus einer bekannten Trierer Gärtnerfamilie. Von 1840-46 war Neustädter beim preußischen Milität in Trier, wo er zum Artillerieunteroffizier ausgebildet worden war. Nach der Militärzeit fand er Anstellung als Schreiber in der Kreisstadt Wittlich, wo sich 1848 ein reger demokratischer Verein konstituierte. So geriet er in die revolutionären Ereignisse des Mosellandes.   
Beteiligung an der Revolution 1848/49: Neustädter schloß sich der Revolution in Baden an. er befand sich in der Festung Rastatt als diese kapitulierte, konnte jedoch gemeinsam mit Karl Schurz entkommen.  Karl Schurz hat in seinen Memoiren die abenteuerliche Flucht mit Neustädter aus Rastatt ausführlich beschrieben. Bevor Neustädter 1851 nach Amerika ging, war er in Bern Privatsekretär des Naturforschers Karl Vogt (1817-1895), der in der Frankfurter Nationalversammlung gesessen hatte.
Ausgewandert: 1851 
In den USA: In St. Louis wurde Neustädter Vertriebsleiter des "Anzeigers des Westens".  Johann Albert Neustädter hatte sich in Amerika verheiratet und lebte noch 1880 in St. Louis. Sein Sohn Arthur verh. mit Lillian Begole und deren Nachkommen machten sich einen Namen als Mineningenieure, Metallurgen und Geologen.
Im Bürgerkrieg: Im April 1861 meldete er sich freiwillig. Gemeinsam mit Franz Backhoff stellte er in Missouri eine Batterie auf. Später im Bürgerkrieg hatte er seine eigene Batterie.

Literatur: Heinz Schmitt: Johann Neustädter - Aus dem Leben eines Wittlicher "Achtundvierzigers", in: Jb. Krs. Bernkastel-Wittlich 2000, S. 381-385.

Vielen Dank an Heinz Schmitt für den freundlichen Hinweis!
 
 

Zurück zur Auswahl