Ein anderes "Druckwerk", eines der ersten Amerika-Bücher für
Auswanderer, hat auch auf viele als "Aufmunterung" gewirkt, "das
Vaterland
zu verlassen". Es entsprach dem "Zeitgeist", wurde aber wohl weniger
"von
der ausschweifenden Classe" gelesen. In den "Oldenburgische(n)
Anzeigen"
vom 3. Oktober 1832 warb ein Buchhändler: "Oldenburg. (Für
Auswanderer.)
Bericht über eine Reise nach den westlichen Staaten Nord Amerikas,
und einen mehrjährigen Aufenthalt am Missouri, in den Jahren 1824.
bis 1827. von Gottfried Duden. Elberfeld 1829. geh. 1 1/2 Rthlr. ist
wieder
vorräthig bey Friedrich Voigt" (Duden). Im "Schreiben vom Missouri"
(Oldenburgische Blätter, 29. Oktober 1833) wurde Duden vorgehalten,
"nicht immer bey der Wahrheit geblieben" zu sein. Der Autor des
"Schreiben(s)
aus Pittsburg" (Oldenburgische Blätter, 16. Juli 1833) glaubte gar,
Duden habe "durch Vorspiegelung eines Paradieses das Interesse für
Auswanderung erwecken wollen, um dadurch den Absatz seines Buches zu
fördern,
und um die Auswanderung nach Missouri hinzuleiten, wo er Ländereyen
angekauft (habe), die durch Ausbreitung der Cultur einen größern
Werth erhalten" dürften.
J. H. zur Oeveste mag dieses Buch gelesen haben.